Garten auf den Dächern der Stadt

Die Dächer in unseren Städten haben großes Potenzial, insbesondere in dicht bebauten urbanen Räumen. Sie können Orte des Verweilens und Erholens werden, Orte der Energie- und Stromerzeugung mittels Sonnenkraft, aber auch Orte für Begrünung und Lebensmittelanbau. Ein inspirierendes Beispiel ist die GartenWerkStadt in Wien Mariahilf.

Auf dem Dach einer Parkgarage in der Windmühlgasse 22-24 ist hier seit 2015 einer der größten Nachbarschaftsdachgärten Europas entstanden. Auf einer rund 2.000 m² großen Dachfläche bauen Nachbar*innen aus Mariahilf und angrenzenden Bezirken Obst und Gemüse an. In Beeten, die insgesamt über 300 Laufmeter ausmachen, werden Kartoffeln, Artischocken, Tomaten, Naschobst und Gewürze angepflanzt und geerntet. Bienenstöcke unterstützen die Bestäubung der Blüten, eine Wurmkiste liefert Dünger und Wurmkompost für die Gartenbeete.

Wer nicht selbst mitgärtnern möchte, kann die Früchte des Dachgartens dennoch genießen. In „Wochenkisterln“ gibt es gegen einen Kostenbeitrag regelmäßig saisonales Obst und Gemüse. „Wir haben eine Kooperation mit einem Sozialprojekt. Dieses liefert uns Produkte, die wir selbst nicht herstellen, und so werden die Kisterl ergänzt“, erläutert Michael Graner von der GartenWerkStadt.

Die GartenWerkStadt versteht sich auch als Bildungswerkstatt für die Vermittlung ökologischer und sozialer Themen. 2021 wurde sie im Rahmen des 1. Mariahilfer Klimapreises für ihr Engagement ausgezeichnet – eine hervorragende Basis, um in Zukunft die Transformation weiterer ungenutzter Dachflächen anzuregen.

Mehr Infos: gbstern.at